Daijiro Kato
starb viel zu früh. Der Japaner war erst 27 Jahre alt, als er 2003 beim
Auftakt-Grand-Prix in Suzuka (Japan) so schwer stürzte, dass er zwei
Wochen später an den Folgen verstarb. Posthum wurde Kato in die Hall of
Fame aufgenommen.
Seine Karriere wies keine Makel auf. Mit
drei Jahren saß Kato auf einem Pocket-Bike, mit fünf bestritt er sein erstes Rennen und
mit 16 feierte er seinen ersten Sieg in der 250er-Klasse. Seine ersten Sporen im WM-Zirkus
verdiente sich der Japaner in den Jahren 1996, 1997 und 1998, als er jeweils
als Wildcard-Pilot an seinem Heim-GP in Japan teilnahm. Seine Bilanz ließ bereits damals aufhorchen: Zwei Siege, ein
3. Platz! 1999 eroberte er in der "All Japan Championship" den zweiten Rang.
Danach schickte ihn HRC in die WM.
Gleich bei
seiner ersten kompletten Weltmeisterschaft im Jahr 2000 sorgte das asiatische
Leichtgewicht in der Viertelliterklasse für Furore. Der Honda-Werksfahrer
beendete die spannende Saison auf den 3. Rang hinter Weltmeister Olivier Jacque
und seinem Landsmann Shinya Nakano. In seinem Debütantenjahr gelangen Kato Siege in
Suzuka, Estoril, Rio und Motegi. Nicht schlecht für einen Fahrer, der vorher außer in
Japan und Australien keine Erfahrungen mit anderen Strecken hatte.
2001 war Kato reif für den
WM-Titel. Kein Fahrer konnte dem Japaner in der 250er-Klasse das Wasser
reichen. Unangefochten wurde er auf seiner Honda Weltmeister.
2002
nahm Kato das Unternehmen "MotoGP" in Angriff. Mit der
unterlegenen Honda NSR 500 schien er zunächst einer der wenigen zu sein,
die den Viertakt-Piloten Paroli bieten würden.
In Jerez (Spanien) belegte
er hinter Valentino Rossi den zweiten Platz. Dann aber folgten Stürze in
Le Mans und Mugello. Erstmals steckte der Japaner in einer sportlichen
Krise. Zum Saisonende erhielt
er das gleiche Motorrad wie Rossi, eine Hightech-Viertakt-Honda, mit der
er auf Anhieb in Brünn den zweiten Platz hinter Max Biaggi belegte. Kato
belegte in der Gesamtwertung den 7. Platz und wurde „Rookie of the Year“.
Im
Jahr 2003 wollte Daijiro endgültig angreifen. Dieser Traum zerplatzte
beim Auftaktrennen im japanischen Suzuka. In der dritten Runde kam
der Honda-Fahrer schwer zu Sturz und prallte in die Begrenzungsmauer. Nach 13 Tagen
im Koma verstarb er 26-jährig im Hospital.
|
Daten und Fakten |
| GP-Rennen
seit: |
1996
(3. Platz beim GP 250 ccm Japan) |
| Erstes
Podium: |
1996
(3. Platz beim GP 250 ccm Japan) |
| Erster
Sieg: |
1997
(GP 250 ccm Japan) |
| GP-Siege: |
17 |
| Pole
Positions: |
9 |
| GP-Starts: |
am
01.01.03: 52 (250: 36, MotoGP: 16) |
| Größte
Erfolge: |
2000: 3. Platz WM 250 ccm
2001: Weltmeister 250 ccm |
|
Daijiro Katos
WM-Endränge |
| Jahr |
Klasse |
Platz |
Punkte |
Motorräder |
| 1996 |
250 ccm |
23 |
16 |
Honda |
| 1997 |
250 ccm |
19 |
25 |
Honda |
| 1998 |
250 ccm |
20 |
25 |
Honda |
| 1999 |
250 ccm |
20 |
11 |
Honda |
| 2000 |
250 ccm |
3 |
259 |
Honda |
| 2001 |
250 ccm |
1 |
322 |
Honda |
| 2002 |
MotoGP |
7 |
117 |
Honda |