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In der Superbike-WM steht James Toseland kurz vor dem Gewinn seines zweiten WM-Titels. (Foto: Honda) |
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Die MotoGP-Klasse wird im kommenden Jahr um einen prominenten Fahrer reicher. Der Brite James Toseland, der die Superbike-WM klar anführt, unterschrieb einen Vertrag im Yamaha-Tech3-Team von Hervé Poncharal.
2004 feierte der Brite mit dem Gewinn des Superbike-Titels seinen größten Erfolg. 2005 konnte er aber nicht überzeugen, weshalb Ducati ihn entließ. Toseland wurde vom niederländischen Ten-Kate-Honda-Team verpflichtet und fand hervorragendes Material vor. Hinter Troy Bayliss belegte er im Vorjahr in der Superbike-WM Platz zwei.
Der Führende der SBK-Gesamtwertung kann sich nun voll und ganz auf die restlichen Saisonrennen konzentrieren und sich im optimalsten Fall als Champion von der Superbike-WM und seinem Ten-Kate-Team verabschieden. Lange Zeit kursierten Gerüchte, dass das erfolgreiche niederländische Team selbst in die MotoGP aufsteigt, dies scheint sich aber spätestens mit dem Weggang von Toseland nicht zu bestätigen. Dass der 26-Jährige bei seinen MotoGP-Plänen nicht auf Rückendeckung von Honda bauen konnte, zeigte sich bereits am Beispiel von Colin Edwards. Selbst als zweifacher Superbike-Meister wurde dem US-Amerikaner kein Cockpit in der MotoGP angeboten. Der Rest ist Geschichte. Edwards dockte zuerst bei Aprilias MotoGP-Projekt an, gab an der Seite von Sete Gibernau ein kurzes Stelldichein bei Honda um nun gemeinsam mit Valentino Rossi, ebenfalls durch Yamaha von Honda abgeworben, die Marke mit der Stimmgabel im Logo zu Erfolgen zu führen.
Welcher Fahrer dem Briten im Yamaha-Tech3-Team weichen muss, wurde nicht mitgeteilt. In diesem Jahr stehen der Japaner Makoto Tamada und der Franzose Sylvain Guintoli im Kundenteam unter Vertrag. Nach Casey Stoner (Ducati), Valentino Rossi (Yamaha), Marco Melandri (Ducati), Chris Vermeulen (Suzuki), John Hopkins (Kawasaki), Nicky Hayden (Honda) und Jorge Lorenzo (Yamaha) ist Toseland erst der achte Fahrer, dessen Zukunft in der MotoGP gesichert ist. (WP) |